Spaghetti alla Siciliana – einfach, ehrlich, gut.

4. März 2026   •   

3 Minuten Lesedauer

Sardellen, Kapern, Oliven, Knoblauch – und knusprige Brösel, die in Italien liebevoll „arme Leute Parmesan“ genannt werden. Ein schnelles Pastagericht mit Zutaten, die nicht viel brauchen, um zu glänzen.

Pasta mit geröstetem Paniermehl – Geschichte und Herkunft

Kennt ihr das? Diese goldbraunen, knusprigen Brösel, die man über Gemüse oder Nudeln streut und die alles sofort ein bisschen besser machen?

Bei uns zu Hause kamen sie früher auf Blumenkohl mit brauner Butter, manchmal auch über den Spargel. Kein Muss – aber so ein kleines Extra, das aus einem guten Essen ein richtig schönes gemacht hat.

In Italien haben diese gerösteten Brösel sogar einen eigenen Spitznamen: „arme Leute Parmesan”. Ein würziger Ersatz für Käse, wenn der gerade nicht im Haus oder schlicht zu teuer war. Und genau das macht sie so sympathisch – sie kommen aus der Not, bringen aber Textur, Aroma und ein Stück Küchengeschichte mit auf den Teller.

Wir nehmen dafür am liebsten Panko, das grobe japanische Paniermehl. Es bleibt schön luftig und knusprig, ohne sich vollzusaugen. Klassisches Paniermehl tut’s aber natürlich genauso.

Und der Name? Obwohl „Spaghetti alla Siciliana” nach einem alteingesessenen Inselgericht klingt, stammt das Rezept vermutlich gar nicht von dort – in den klassischen sizilianischen Kochbüchern taucht es jedenfalls nicht auf. Eher ist es eine neuere Kreation mit Zutaten, die man fest mit Sizilien verbindet: Sardellen, Kapern, Oliven, Knoblauch und eben Paniermehl.

Am Ende zeigt dieses Gericht vor allem eines: Manchmal braucht es wirklich nicht viel für etwas richtig Gutes.

Rezept Spaghetti alla Siciliana

Sardellen, Kapern, Oliven, Knoblauch – und knusprige Brösel, die in Italien liebevoll „arme Leute Parmesan“ genannt werden. Ein schnelles Pastagericht mit Zutaten, die nicht viel brauchen, um zu glänzen.
4 Personen

Zutaten

  • 400 g Spaghetti
  • 100 g schwarze entsteinte Oliven
  • 100 g Taggiasca-Oliven
  • 100 g Paniermehl (z. B. Panko)
  • 50 g Kapern
  • 28 g Sardellenfilets
  • 1 Knoblauchzehe
  • 6 EL natives Olivenöl extra
  • Salz nach Geschmack

Zubehör

  • kein besonderes Equipment notwendig

So geht's

  • Paniermehl rösten
    Das Paniermehl in einer beschichteten Pfanne mit etwas Olivenöl vorsichtig und langsam goldbraun rösten. Anschließend in eine Schüssel geben und abkühlen lassen.
  • Sugo ansetzen
    In einer großen Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und die angedrückte Knoblauchzehe mit Schale darin anbraten. Die Sardellenfilets und Kapern hinzufügen. Die schwarzen Oliven grob hacken und zusammen mit den Taggiasca-Oliven in die Pfanne geben. Alles bei niedriger Hitze ziehen lassen.
  • Spaghetti kochen
    Die Spaghetti in leicht gesalzenem Wasser al dente kochen – dabei die Salzigkeit der Sauce berücksichtigen.
  • Fertigstellen
    Den Knoblauch aus der Pfanne entfernen und etwa eine Kelle Nudelwasser zum Sugo geben. Die Spaghetti direkt in die Pfanne geben und bei hoher Hitze gut vermengen.
  • Anrichten
    Auf Tellern anrichten und großzügig mit dem gerösteten Paniermehl bestreuen.

Hinweis:

Taggiasca-Oliven stammen aus Ligurien und gehören zu den besonders aromatischen, kleinen Olivensorten. Auch wenn sie manchmal grünlich aussehen, werden sie vollreif geerntet und zählen zu den schwarzen Oliven. Ihr Geschmack ist mild, leicht süßlich und fruchtig – ohne Bitternoten. Wenn du keine Taggiasca bekommst, eignen sich milde schwarze Oliven oder Kalamata-Oliven als Ersatz. Auch grüne Oliven sind möglich – am besten mild eingelegt und ohne Essignote. Sie bringen eine etwas herbere, frischere Note ins Gericht.

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